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| Position: Vita > Rom 1966-1973 | ||
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"Doppelleben" in RomIngeborg Bachmann sagte einmal, sie führe ein Doppelleben, weil sie zwar in Rom lebe, aber in dem Augenblick, in dem sie in ihr Arbeitszimmer gehe, in Wien sei und nicht in Rom. Tatsächlich ist das große "Todesarten"-Projekt, dessen immenser Umfang durch die vier Bände der 1995 erschienen Ausgabe (Ingeborg Bachmann, "Todesarten"-Projekt. Hrsg. Monika Albrecht und Dirk Göttsche, München-Zürich, 1995) sichtbar wurde, mit seinen Schauplätzen und Figuren in Wien angesiedelt. Im April 1970 begeht Paul Celan in Paris Selbstmord. 1971 erschien Malina (Suhrkamp), 1972 der Erzählband Simultan (Piper). Malina sollte die Ouvertüre des großen Romanprojektes "Todesarten" darstellen, aber die "Ouvertüre" blieb wegen des frühen Todes der Schriftstellerin der einzige fertiggestellte Roman dieses Vorhabens. Nach den zahlreichen Preisen, die ihr in Deutschland zuerkannt wurden, wird Ingeborg Bachmann 1968 zum ersten Mal in ihrem Heimatland gewürdigt: sie erhält den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. 1972 folgt der "Anton-Wildgans-Preis" der Österreichischen Industriellenvereinigung. 1973 erscheint bei Adelphi die italienische Übersetzung ihres Romans Malina. Bachmann selbst überwachte noch, kurz vor ihrem tragischen Tod, die Übersetzung und meinte, dass diese ein neuer, ein italienischer "Malina" geworden sei. Im März 1973 stirbt ihr Vater. Sie reist nach Polen und besucht im Rahmen einer Vorlesungstournee die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau. Am 26. September erleidet Ingeborg Bachmann durch einen Brandunfall in ihrer römischen Wohnung schwere Verletzungen, an deren Folgen sie am 17. Oktober stirbt. Sie ist in Klagenfurt-Annabichl begraben. |
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