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[...] In die Mulde meiner Stummheit "Dem Klang im Innern dieser Worte lauschend, die Farbqualität der Vokale und Konsonanten erspürend, dem Weiß inmitten der Worte Gehör schenkend, ersteht Musik. Als literarische Vorlage wählte ich fünf Texte aus den Zyklen Die gestundete Zeit, Anrufung des großen Bären und Gedichte 1957 - 61, deren poetische Bilder sich assoziativ verknüpfen ließen. Sie bilden eine Art "Hommage" an Ingeborg Bachmann und handeln vom Rückzug in die Stille, dorthin, wo Kunst entstehen kann, vom Wahrnehmen einer "brüchig werdenden Existenz" **, vom Ich in der Fremde, von Liebe, Gewalt und von Erlösung. Dem Bariton fällt dabei die Rolle des singend Imaginierenden zu, der das Wort "unverfälscht" zum Klingen bringt. Er wird einerseits Impulsgeber für instrumentale Verwandlung, andererseits ist er den Streichern in Modulationsvielfalt und mikrotonalen Möglichkeiten verwandt: Verwoben scheint er in deren instrumentale Strukturen, wird selbst Ensembleinstrument. Violine und Violoncello, eine Art "alter ego" der Stimme, sind Schatten, Vervielfältigung, Spiegelungen. Darin aber leuchtet fremd das Klavier in vermeintlicher Einfärbigkeit..." * Ingeborg Bachmann, aus Psalm in Sämtliche Gedichte, Piper Verlag 1978 Norbert Sterk wurde am 4. Dezember 1968 in Wien geboren. Er studierte am Konservatorium der Stadt Wien (Klavier, Kontrabass, Tonsatz und Komposition) und an der Universität Wien (Philosophie, Musik- und Theaterwissenschaft). Er absolvierte Seminare bei den Komponisten Karl Heinz Füssl, Ivan Eröd, Alfred Schnittke und Kurt Schwertsik, bei dem Stimmphysiologen Michael Heptner und der Sängerin Maria Teresa Escribano. Von 1994 - 99 betrieb er Kompositionsstudien bei Heinz Karl Gruber. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er im Jahr 2004 das "Österreichische Staatsstipendium für Komposition". Seine kompositorische Tätigkeit umfasst Arbeiten u.a. die Wiener Festwochen, die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, das Ensemble Kontrapunkte, den ORF, die musikalische Jugend (Jeunesse), das Ensemble "die reihe", den Saarländischen Rundfunk, das Stuttgarter Kammerorchester, Wien Modern und für die "Hörgänge". |
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