Impressum
Konzeption

Die multimedial aufbereitete Ausstellung (kuratiert von Hans Höller und Erika Thümmel) rückt Ingeborg Bachmanns "Schreiben gegen den Krieg", einen bisher wenig beachteten Aspekt Ihres Werkes, ins Zentrum der Betrachtung und stellt zugleich eine Einführung in Leben und Werk der Schriftstellerin dar. Die Bilder und Texte der Ausstellung werden von einem Kommentar begleitet und folgen einer transparenten biographisch-chronologischen Anordnung. Großformatige Bilder von Kriegsschauplätzen visualisieren den geschichtlichen Hintergrund, vor dem sich ihre "Politik des Schreibens" zu behaupten hat.

Im Rahmen des internationalen Ausstellungsprojektes werden bisher noch nie publizierte Texte, wie ihr Kriegstagebuch aus dem Jahr 1945, einige unveröffentlichte Fotos aus dem Privatnachlass und zum Teil noch nicht gesendete originale Tonaufnahmen präsentiert, ebenso wie das letzte Film-Porträt Ingeborg Bachmanns, das von Gerda Haller im Juni 1973 in Rom aufgezeichnet wurde - eine Art Testament der Dichterin, in dem sie ihre Utopie des "Ein Tag wird kommen …" der fortwährenden Kriegs- und Gewaltgeschichte entgegenhält.

Das Gestaltungskonzept berücksichtigt die besonderen Anforderungen an eine Wanderausstellung: sie ist, mit einem Gesamtgewicht von ca. 200 kg, außerordentlich leicht, platzsparend zu transportieren und kann ohne besondere Anstrengung auf- und abgebaut werden. Die technischen Geräte werden vom jeweiligen Veranstalter zur Verfügung gestellt.

"Schlafen ohne Furcht"

SchlafenOhneFurcht.pdf

Hans Höller, wissenschaftlicher Kurator der Ausstellung, in der Ausgabe 3/2004 der Literaturzeitung "Volltext"